Nationalmuseum von Katar in Doha, Katar
Foto © Iwan Baan
Nationalmuseum von Katar in Doha, Katar
Foto © Iwan Baan
Nationalmuseum von Katar in Doha, Katar
Foto © Iwan Baan
LS 990 Alpinweiß
Foto © JUNG

Nationalmuseum von Katar

 Zurück zur Projektliste
Standort
Doha, Katar
Jahr
2019
Architekt
Ateliers Jean Nouvel

Komposition aus 539 Scheiben: Die kristalline Riesenrose aus Wüste

Riesige, keramikartige Scheiben kippen in einem scheinbar unkoordinierten Durcheinander am Rand der Straße von Doha in alle Richtungen. Das Nationalmuseum von Katar befindet sich in prominenter Nachbarschaft des königlichen Palastes von Scheich Abdullah bin Jassim Al Thani und ist der neueste Coup im kulturellen Wettlauf der Golfstaaten. Das Emirat am Golf präsentiert seine Geschichte mit einer dynamisch verschachtelten Komposition aus 539 Rundscheiben. Als Inspiration diente dem französischen Stararchitekten Jean Nouvel das Phänomen kristalliner Sandrosen aus der Wüste. Die Sandrose ist die erste von der Natur selbst geschaffene Architektur, die durch Wind, Gischt, Sand und Jahrtausende entstanden ist.

Achtzehn Jahre lang dauerten die Arbeiten für den höchst komplexen Bau, die 539 Scheiben sind mit 76.000 Fiberglas-verstärkten Paneelen aus Beton verkleidet – eine regelrecht technische Verrenkung. Scheinbar mühelos transportiert der Bau die Balance zwischen rau und zart: Die Scheiben sind geprägt von einer kristallinen Präzision mit rasiermesserscharfen Kanten, gleichzeitig bilden sie einen weiten Innenhof mit einer angenehm sandigen Fläche aus. Das Gebäude ist aus Hochleistungsfaserbeton in einem sandbeigen Farbton hergestellt.

Das Innere des Museums verspricht eine Architektur der Überraschung: Die Räume schaffen Wunsch, Kontrast und Verblüffung. So kann man beispielsweise von einem hohen Raum, der durch eine schräge Scheibe versperrt ist, in einen anderen mit einem viel niedrigeren Schnittpunkt gehen. Die ineinander geschobenen Scheiben bilden eine labyrinthische Raumfolge: Hohe Foyer-Decken verlieren und sich in intimen Nischen und niedrigen Kabinetten. Verstärkt wird die dramatische Raumabfolge durch die Tatsache, dass auch die Böden aus leicht geneigten Ebenen gebildet sind, wodurch die Besucher in allmählichem Anstieg durch die Galerien gelenkt werden.

Die futuristische Architektur ist ausgestattet mit den klaren Formen des JUNG Designklassiker LS 990 in Weiß und Schwarz, der sich konzeptionell stilsicher in das spektakuläre Ambiente einfügt.

Andere Projekte von JUNG

Pushka Apartment
Kiew, Ukraine
Wohnung Theresienstraße
München, Deutschland
Finca in Mallorca
Mallorca, Spanien
Alnatura Campus
Darmstadt, Deutschland
Privathaus Talamanca
Ibiza, Spanien
Parler Research House PR39
Stuttgart, Deutschland